Die Geschichte der Band RAFOR von der Gründung 2001 bis jetzt.

2001 – Die Geburtsstunde

Uffz-Bar der HFlgStff 8/IV – hier entstand die Idee zu RAFOR.
Erstes Logo der Band aus 2001

2001 ist das Gründungsjahr der Band.

Alles begann an einem gemütlichen Abend in der Uffz-Bar der HFlgStff 8/IV, an dem – wie so oft – das eine oder andere Bier getrunken wurde. Im Laufe des Abends sprach man über Wünsche und Träume, die jeder schon lange mit sich herumtrug. Irgendwann kam das Thema Musikmachen auf. Und erstaunlicherweise stellte sich heraus, dass jeder schon immer einmal in einer Band spielen wollte.

Die Entscheidung fiel s pontan und ohne langes Überlegen:

Ab morgen gibt es eine neue Band am Musikerhimmel!

Die Rollen waren schnell verteilt. Stefan Frank wurde Schlagzeuger, Harald Roller Gitarrist, Marko Anedda Bassist und Markus Oberländer Keyboarder. Nur eines fehlte noch: ein Sänger. Nach kurzer Überlegung fiel die Wahl auf den stimmgewaltigen und ausgeflippten Sebastian Rieche, der kurze Zeit später – im wahrsten Sinne des Wortes – „eingekauft“ wurde.

Ende 2001 fehlte der jungen Band nur noch eines: ein passender Name. Dieser wurde schließlich bei einem Discobesuch im Homberger Manhattan gefunden. Die Entscheidung fiel auf RAFOR – und das aus gleich mehreren Gründen.

Zum einen klang der Name angenehm militärisch, was perfekt passte, da alle Bandmitglieder Soldaten waren. Zum anderen spiegelte RAFOR die Vornamen der damaligen Bandmitglieder wider. Schließlich entstand noch das erste Bandlogo, dessen Buchstaben – je nach Leserichtung – zwei Bedeutungen hatten: Einerseits standen sie für die Vornamen der Bandmitglieder, andererseits bildeten sie den legendären Merksatz:

„Reiche-Arschlöcher-Ficken-Ohne-Reue.“

2002 – Die ersten Töne

Ausbildungsteam III. Zug
Auftritt AFG




2002 verging zunächst fast ereignislos. Neuer Schwung kam erst Ende Oktober auf, als Harald als erstes Bandmitglied endlich sein Instrument – eine Gitarre – erhielt. Geschenkt bekam er sie von seinen Ausbildern des III. Zuges der Ausbildungsstaffel 8/IV als Abschiedsgeschenk.

Damit war der Grundstein gelegt: Zum ersten Mal besaß ein Bandmitglied sein eigenes Instrument, und das Üben konnte beginnen.

Gegen Ende des Jahres verlegten Harald und Basti gemeinsam in den Einsatz. Dort kam es schließlich zum ersten öffentlichen Auftritt der noch jungen Bandgeschichte. Mit „House of the Rising Sun“ standen sie erstmals gemeinsam vor Publikum auf der Bühne.

Da das Lied lediglich 2 Minuten und 31 Sekunden dauert, war es zwar der erste Auftritt der Bandgeschichte – gleichzeitig aber auch der kürzeste

2003 – Die Band nimmt Gestalt an

11. November im Mannschaftsheim in der GFK
Damals gab es noch Handarbeit, da wurden Fotos noch ausgeschnitten.

Im März 2003 ging es endlich richtig los. Stefan legte sich ein Schlagzeug zu und Basti investierte in ein Funkmikrofon.

Dafür kam Harald extra aus dem Einsatzurlaub zurück, schnappte sich Stefan und fuhr mit ihm in ein Musikgeschäft. Dort dauerte das Verkaufsgespräch gerade einmal zehn Sekunden – dann stand fest: Stefan kaufte sich ein Schlagzeug. Dass das nötige Geld eigentlich noch gar nicht vorhanden war, spielte in diesem Moment keine Rolle. Geld hin oder her – Hauptsache, endlich war ein Schlagzeug da.

Und Basti? Der musste sich beim Preis seines Funkmikrofons erst einmal setzen.

Leider verabschiedeten sich Marko Anedda und Markus Oberländer von der Band, ohne dass es jemals zu einer gemeinsamen Probe gekommen war. Lange musste jedoch nicht nach Ersatz gesucht werden: Patrick Breuer stieg als Bassist ein, Torsten Luckhart übernahm die zweite Gitarre – und beide brachten glücklicherweise ihre eigenen Instrumente gleich mit.

Damit war die Band endlich komplett und einer musikalischen Zukunft stand nichts mehr im Wege.

Im Spätsommer wurde das Team noch einmal erweitert. Lutz Standtke übernahm als Lichtmeister und „Finanzminister“ die organisatorischen Aufgaben. Sven Felker, der durch seine langjährige Erfahrung im heimischen Sicherheitsgewerbe bestens geeignet war, kümmerte sich um die Security. Außerdem verstärkte Silvia Kropp – von allen nur Silvie genannt – die Band am Keyboard.

Am 11. November 2003 war es dann endlich so weit: RAFOR spielte den ersten offiziellen Auftritt vor rund 50 begeisterten Fans im Mannschaftsheim Fritzlar.

Was war das für eine geile Sache!

2004 – Ein neuer Sänger und ein unvergesslicher chaotischer Abend

Auftritt in Lohe beim SG Lohre-Niedervorschütz
Auftritt Schießbahn auf der Kalbsburg
September 2006 Verlobung

2004 stand zunächst der zweite Auftritt der Band auf dem Programm. Da Harald zu dieser Zeit noch Fußball beim SG Lohre/Niedervorschütz spielte, wurde er gefragt, ob RAFOR nicht auf einem Vereinsfest auftreten wolle. Schnell wurde man sich einig und so entstand ein gemeinsames Band- und Fanfest. Allerdings hatte sich Silvie zu diesem Zeitpunkt bereits wieder von der Band verabschiedet.
Der dritte Auftritt im September sollte schließlich im völligen Chaos enden – etwas, das natürlich niemand geplant hatte. Aber der Reihe nach.
Für den 17. September 2004 waren Haralds Verlobungsfeier und anschließend ein Konzert von RAFOR geplant. Inzwischen hatte Basti die Bundeswehr verlassen und seinen Lebensmittelpunkt wieder nach Schwarzheide verlegt. Dadurch stand er für die Proben nicht mehr zur Verfügung.

Damit begann ungewollt ein neues Kapitel in der Bandgeschichte.

Ohne Sänger konnte schließlich niemand proben. Also fasste Harald kurzerhand den Entschluss, selbst das Mikrofon in die Hand zu nehmen. Eigentlich hatte er nie vorgehabt zu singen – doch manchmal schreibt das Leben eben die besten Geschichten.
So begann eher ungeplant ein neues Kapitel in der Geschichte von RAFOR – Harald wurde zum Sänger der Band.
Wie bei jedem neuen Sänger klang am Anfang natürlich nicht alles perfekt. Ohne eine einzige gemeinsame Probe ging es schließlich direkt zum Auftritt.
Der erste Teil des Abends verlief hervorragend: Harald und Tanja feierten ihre Verlobung. Doch als anschließend das Konzert begann, lief so ziemlich alles schief, was schieflaufen konnte. Für die Band und das Publikum wurde es ein Abend, den wohl niemand so schnell vergessen sollte.

Aber wie heißt es so schön? Was einen nicht umbringt, macht einen nur härter.

Zum Jahresende musste RAFOR erneut einige Abgänge verkraften. Sven verließ die Band, weil seine Frau ein Kind erwartete und er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wollte. Auch Torsten und Patrick verabschiedeten sich, da ihnen neben Beruf und Privatleben die Zeit für die Band fehlte.
Zum Abschluss des Jahres verlegte Harald erneut in den Auslandseinsatz. Es wurde ruhig um RAFOR.
Doch diese Ruhe sollte nicht lange anhalten …

2005 – Das Jahr der Neuen

Auftritt in der legendären Tongrubenschänke
Franky war schon zu Bett : )





Als Erster wurde unser Jüngster, Frank Schartner, genötigt, bei RAFOR einzusteigen. Sein eigentliches Ziel war das „Finger Picking“, doch die Band machte ihm so viel Spaß, dass er sich schließlich eine E-Gitarre zulegte.

Ihm folgten Mario Grube und Jennifer Meusel. Dank Haralds Überzeugungskraft – „Du siehst aus wie’n Bassist.“ – übernahm Mario Grube nach kurzer Überredungszeit diese Rolle. Zwar hatte er noch nie Bass gespielt, geschweige denn ein solches Instrument in der Hand gehabt, aber sein Gefühl für die Musik stimmte von Anfang an.

Jenny wurde aufgrund ihrer 16-jährigen Erfahrung am Klavier ans Keyboard gestellt und aufgrund ihrer Rockröhre gelegentlich auch ans Mikrofon. Schließlich stieß noch Nike Walkowski als zweite Frauenstimme zur Band.

Am 10.11. fand dann auch schon der erste gemeinsame Auftritt statt. Vereinbart war ein Gig auf einer Party in der Fritzlarer Tongrubenschänke. Gleichzeitig war es die Feuertaufe für Harald als neuen Sänger. Basti unterstützte ihn bei den älteren Liedern. Alles in allem war es – so die Resonanz der rund 80 Fans – ein gelungener Gig.

2006 – Zwischen Regen, Hochzeit und Abschied

Irgendwann Anfang des Jahres stand fest: Im Juli wollten wir wieder auf die Bühne. Am 07.07. sollte es erneut in der Tongrubenschänke so weit sein – natürlich mit ein paar neuen Songs im Gepäck.

Anfangs sah auch alles ganz entspannt aus. Bis wir feststellten, dass ausgerechnet in den letzten Wochen vor dem Gig gemeinsame Proben eher zur Seltenheit wurden. Der eine oder andere war im Urlaub und unser Bassist Mario hatte im Juni auch noch etwas Wichtigeres vor: Er heiratete.

Also hieß es für den Rest der Zeit: Gas geben. Schließlich sollten die neuen Songs rechtzeitig sitzen – und tatsächlich bekamen wir das auch hin.

Dann kam der Montag vor dem Auftritt und mit ihm die Hiobsbotschaft: Jenny, unsere Keyboarderin, musste ausgerechnet am Freitag ins Krankenhaus. Damit konnten wir vier der fünf neu einstudierten Songs direkt wieder aus dem Programm streichen.

Und weil das offenbar noch nicht genug Spannung war, meldete sich am Freitag auch noch das Wetter zu Wort. Unser erstes Open-Air-Konzert begann zunächst ziemlich feucht – es regnete. Pünktlich zum Start hatte Petrus dann aber doch ein Einsehen, der Regen hörte auf und der Abend wurde sogar noch richtig angenehm.

Abgesehen von einer kleinen technischen Panne lief der Auftritt super – und zumindest die Leute, die dabei waren, bestätigten uns das anschließend auch.

Leider war es gleichzeitig der letzte Auftritt mit Nike als Sängerin. Sie verließ RAFOR, um sich künftig mit mehr Zeit ihrem Studium widmen zu können.

Doch 2006 war noch nicht vorbei. Im Dezember stand bereits der nächste Gig an. Und diesmal hatten wir uns Verstärkung „eingekauft“: Heiko Schäfer – der Mann an den Reglern. Wir legten unsere Mischpulte vertrauensvoll in seine Hände, damit er fortan für die richtige (Ab-)Stimmung sorgen konnte.

Am 01.12. ging es dann nach Dissen. Und was soll man dazu groß sagen?

GEIL.

Wer nicht da war, hat wirklich etwas verpasst.

Aber auch dieser Abend hatte seine Schattenseite: Unsere Jenny wurde versetzt. Damit konnte sie nur noch einmal pro Woche zur Probe kommen – und durch ihren anstehenden Laufbahnwechsel und die damit verbundenen Lehrgänge sollte selbst das bald schwierig werden.

Zum Jahresabschluss verabschiedeten sich schließlich auch noch Harald und Frank vorübergehend aus dem Proberaum. Die beiden verschlug es bis Ende Februar auf einen Englischlehrgang ins ferne Heide.

RAFOR war also auch 2006 ständig in Bewegung – auf der Bühne und daneben.

Die Jahre bis 2026 sind in Erstellung werden nach und nach eingestellt.